Termine München

27.01.2011 11:00

Bericht der Veranstaltung “MieterInnen vor Verdrängung und Umwandlungsspekulation schützen”

Claudia Stamm (li.) und Stadträtin Sabine Krieger, die über Handlungsmöglichkeiten der Stadt aufklärt.

Hohe und immer weiter steigende Mieten – ein Problem über das sich viele Münchner seit Jahren ärgern. „Wohnungen sind kein Spekulationsobjekt wie Gold“, war da eine Aussage, auf die sich Besucher und Referentinnen sofort einigen konnten. Wie kann man Mieterinnen und Mieter also vor Verdrängung und Umwandlungsspekulation schützen, fragte die Landtagsabgeordnete Claudia Stamm in ihrem Giesinger Stimmkreisbüro ‚Grüner Salon’.

Die Bayern werden zwar älter und weniger. München jedoch wächst in den nächsten Jahrzehnten trotzdem weiter, erklärte Christine Kamm. Das sind keine Vorraussetzungen unter denen Preise automatisch sinken. Die Sprecherin für Kommunales und Wohnen der Landtagsgrünen ging damit dem Problem auf den Grund. „Wenn dann, gerade vor diesem Hintergrund, das Programm ‚Soziale Stadt’ gestrichen wird, ist das unverantwortlich. Genauso unvertretbar ist es, Wohnungsbauprogramme im Landeshaushalt zu kürzen.“, ergänzte die Haushaltspolitikerin Claudia Stamm. Doch ganz aussichtslos ist die Situation nicht. Stadträtin Sabine Krieger berichtete von einem Recht der Stadt: Diese kann in Gebieten mit Erhaltungssatzung ein Vorkaufsrecht geltend machen. Das wirke stark regulierend auf die Wohnungspreise.

Insgesamt – und darin herrschte auch in der anschließenden Diskussion zwischen Zuhörern und Referentinnen Einigkeit – gehe es doch darum: Oberstes Ziel von Stadt, Land und Bund muss es sein, familiengerechten und kostengünstigen Wohnraum zu bieten. Bei dünner werdender Luft im gut besuchten Grünen Salon richtete Claudia Stamm einen Appell an alle Mieter: Nur wer aktiv werde, könne wirksam seine Interessen durchsetzen. „Verschaffen Sie sich Gehör bei Ihren Abgeordneten. Auch die von der CSU müssen ein offenes Ohr für die Probleme der Mieterinnen und Mieter haben.“

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